Hannover Messe 2009

Ob in der Medizintechnik, Autoherstellung, Energietechnik oder industriellen Automatisierung -  die Technische Keramik ist Innovationstreiber in nahezu allen Industriebereichen. Deutlich sichtbar für Besucher präsentiert sich im kommenden Jahr auf der Subcontracting in Halle 5 der Kompetenzbereich Technische Keramik. Unter dem Motto „think ceramics“ offerieren die Hersteller von Technischer Keramik sowie die Anbieter von Komponenten und Verfahren auf zwei Gemeinschaftsständen ihre Produkte und Neuentwicklungen. Dieser Treffpunkt Keramik im Zentrum des erneut wachsenden Schwerpunkts wird organisiert vom Verband der Keramischen Industrie e. V. und der Technologie-Agentur Struktur-Keramik (TASK).

„In einer weltweit einzigartigen Konzentration zeigen die Aussteller die überraschenden Möglichkeiten und die große Bandbreite von aktuellen und zukünftigen Anwendungen der Technischen Keramik“, sagt Martin Hartmann vom Verband der Keramischen Industrie. Auf dem Gemeinschaftsstand offerieren  namhafte Aussteller in Best-Practice-Lösungen, wie bei der fortschreitenden Miniaturisierung Bauteile aus Hochleistungswerdstoffen auf kleinstem Raum multifunktional engesetzt werden können. Gezeigt wird, wie  sich Kunststoff- und Metallkomponenten zu einer Einheit fügen.

Keramische Beschichtungen leisten Beitrag zu Materialeffizienz

Die Preissteigerungen in den letzten Jahren bei hochlegierten Stählen und bei Aluminium zwingen Unternehmen, Kosten einzusparen. Die Technische Keramik kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten. Schon 100 my dicke Keramikschichten schützen Funktionsflächen von Maschinenbauteilen aus Stahl und Aluminium wirksam gegen Verschleiß. Keramische Beschichtungen verlängern damit die Stanzeiten der Bauteile um ein Mehrfaches. Sie haben Technologiebedingt eine lamellare poröse Struktur, die durch Nanocomposites versiegelt wird und das Eindringen korrosiver Medien verhindert. Die lamellare Struktur verleiht der Keramikschicht eine hohe Schlagzähigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit.

Von der Formgebung bis zur Systemprüfung

Auf dem TASK-Gemeinschaftsstand zeichnen sich bereits jetzt einige Schwerpunkte in der Präsentation von Komponenten für die Mess- und Automatisierungstechnik und in der Darstellung multifunktionaler Komponenten ab. Michael Zins vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, der diese Veranstaltung organisiert, erklärt: „Die Mitaussteller werden den Bereich von der Formgebung bis zur Systemprüfung abdecken, so dass auf der Messe die vollständige Entwicklungskette für potenzielle Kunden zur Verfügung stehen wird.“ Dabei reicht das Angebot von ersten Funktionsmustern bis hin zur Großserienfertigung für den Automobilbau und bis zu den notwendigen Investitionsgütern.

Quelle: Deutsche Messe „Messe News“ Oktober 2008
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